Ratgeber Schlaf

Erholsamer Schlaf ist eine Grundvoraussetzung für die tägliche Regeneration von Geist und Körper. Schlechter Schlaf hingegen
kann sich nachhaltig und negativ auf Gesundheit und Lebensqualität des Menschen auswirken. Ca. 1/3 seines Lebens verbringt der
Mensch im Bett. Da können die Ansprüche an Qualität und maßgeschneiderten Schlafkomfort gar nicht hoch genug sein.
Nicht in erster Linie die Schlaflänge, sondern die Schlafqualität ist entscheidend für die Erholung des Körpers.

Zahlreiche Faktoren können die Schlafqualität positiv wie negativ beeinflussen:

  • äußere Einwirkungen wie Licht und Lärm stören die Einschlaf-
    und Tiefschlafphase,
  • wechselnde Schlafrhythmen,
    z.B. durch Schichtarbeit, arbeiten gegen die innere Uhr
  • zu viel Alkohol und zu üppiges Essen vor dem Schlafen
    belasten durch zu große Abbauarbeit (= Energieverbrauch) des Körpers

fehlende körperliche Ermüdung, „Herumwälzen“ von Alltagsproblemen -> hier helfen Abendspaziergänge, entspannende Gymnastik oder ein gutes Buch

Maßgeblich wird die Schlafqualität aber beeinflusst durch Bettzeug, Schlafsystem (bestehend aus Matratze und Unterfederung) und
Schlafzimmerbedingungen.

Empfehlenswert sind:

  • regelmäßiges Durchlüften des Schlafzimmers, kurz auch vor dem Zubettgehen
  • Zimmertemperatur zwischen 14 und 18 °C
  • relative Luftfeuchtigkeit 40-60 %

Diese Rahmenbedingungen bestimmen zusammen mit Matratze und Bettzeug das Schlafklima und zugleich, wieviel Körperflüssigkeit Ihr Körper diffundiert. Schweiß besteht neben Wasser auch aus Harnstoffen, Salz, Talg und Säuren. Das Bettzeug
und die Matratze müssen sicherstellen, dass diese „Giftstoffe“ vom Körper abgeleitet werden. Im Laufe einer Nutzungsdauer von 8
Jahren kommen mehr als Tausend Liter Körperflüssigkeit zusammen, die im Bett verarbeitet werden müssen. Bei nicht
rechtzeitigem Austausch und regelmäßiger Pflege ein eindeutiges Gesundheitsrisiko

Welche Aufgabe übernimmt die Matratze?

Neben der Beeinflussung des Schlafklimas primär die Abstützung des Körpers in jeder Liegeposition.

Grundsätzlich falsch ist die Vorstellung, dass man besonders gesund auf harten Matratzen schläft.

Durch den hohen Auflagedruck wird die Durchblutung erschwert. Das fehlende Einsinken der Wirbelsäule in Hüft- und
Schulterbereich führt zu einer hohen Belastung der Bandscheiben, die sich dann nicht durch Nährstoffzufuhr regenerieren können.
Mittel- und langfristig kommt es oft zu chronischen Rückenschmerzen.

Eine zu weiche Matratze hat Muskelverspannungen und ein Durchhängen der Wirbelsäule mit unnatürlicher Quetschung der
Bandscheiben zur Folge.

Optimal sind Matratzen, die sich Ihrer persönlichen Körperform anpassen können. Jeder Bereich der Wirbelsäule wird dann
unterstützt. Da jeder Mensch eine andere Anatomie besitzt, müssen funktionsgerechte Matratzen sehr punktelastisch sein.
Verschieden feste Liegezonen garantieren zudem, dass sowohl in Rücken-, als auch in Seitenlage der Körper soweit in die Matratze
einsinken kann, dass die Wirbelsäule in entspannter Haltung abgestützt wird.

Bitte beachten – zu einem perfekt funktionierenden Schlafsystem gehört ein auf die Matratze abgestimmter Systemrahmen oder
Lattenrost.